Waggon vierter Klasse - Lesung mit Robert Domes

Do 26.01. 19:00 Uhr öffentlich

Hintergrund:

Am 13. Februar 2020, 75 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, wurden endlich die vom NS-System als "Asoziale" und "Berufsverbrecher" Verfolgten vom Bundestag offiziell als Opfer des Nationalsozialismus' anerkannt. Der bekannte Journalist und Schriftsteller Robert Domes hat diesen Menschen nun erstmals in Romanform eine Stimme gegeben: Der Roman "Waggon vierter Klasse" erzählt von Alois Roth, der aufgrund seines Lebenswandels von den Nazis deportiert wurde und schließlich im Konzentrationslager Mauthausen starb. In dem berührenden Buch erzählt Domes zugleich von einem mutigen Flüchtlingsmädchen, das nach dem Krieg ein neues Leben beginnt. Der bewegende Roman von Robert Domes beruht auf wahren Begebenheiten und gründlicher Recherche. Sensibel erzählt er von Kriegstrauma und Verdrängen, von der Frage nach Schuld und der Suche nach der Wahrheit, vor allem aber von der Unfähigkeit zu sprechen und zu trauern. Er legt das Brennglas auf einen zentralen Teil der deutschen Geschichte: Auf die "Niemandszeit" zwischen Diktatur und Demokratie. Symbol dafür ist ein alter Eisenbahnwaggon. Hier treffen die Lebenden auf die Tote